zr6 Pappe.
man nur die allgemeine Vcrfahrungsact einerKunst zum Augenmerke hak. Indessen gebendie Materien, welche man bey ver Pappe ge-braucht, die Maschinen, deren man sich bedient,und der Gebrauch, den man von der Pappeselbst macht, eine so große Menge besondere Um-stände an die Hand, daß dieselben besonders be-schrieben zu werden verdienen.
Der allerwichtiaste Gebrauch der Pappescheint derjenige zu seyn, den die Buchbinderdavon machen, welche dieselbe nicht entbehrenkönnen; doch gebraucht man sie auch häufig inverschiedenen ander« Künsten. Man sieht sogarvergoldete und mit den schönsten Gemählden aus-gezierte Plafonds, deren Boden bloß von Pappeist; die mit dem köstlichsten Firniß angestrichenenSchachteln und Kästchen, wovon im vorstehen-den Artikel die Rede war, werden aus Pappegemacht; die Krämer, Spiegelmacher, Kirschner,Papiermacher, die Pferdezeugmacher, Hutmacher,Schuster machen auch vielen Gebrauch davon.
Man unterscheidet zwey Hauptarten vonPappe: geformte Pappe, und bloß geleimte Pap-pe. Die erstere wird durch das Stampfen, nachArt des Papiers, gebildet, und die Pappe vonbloßer Zusammenleimn«- ist nichts anders, alseine Zusammenfügung verschiedener zusammengeleimter Bogen Papier. Sie ist eigentlich einProducc der Kartenmacherkunst. Inzwischen wol-len wir davon so viel sagen, als nöthig seynwird, sich davon einen hinlänglichen Begriff zumache«.
Die abgeformte Pappe wird noch weitereingetheilt. Man nennt sie Bogen, weil sieaus einer bloßen einfachen Lage von Papierteigegemacht sind; Doppelpappe, weil ße zu s oder
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