Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
330
JPEG-Download
 

z;o Pappe.

werden, und mithin seine Höhe sich von einemTage »um andern vermindert: so erlangen dieuntern Theile mehr Zeit, um sich nach ihrqeReihe zu erhitzen.

Man sorgt dafür, zu dem angefeuchtetenHaufen abwechselnd Abschnittsel Papier, und Ab'schnicrsel von Karten zu gebrauchen. Da dieseletzter» starker sind, so vermehren sie durch ihreVermischung die Starke der Pappe.

Ob man wohl ohngefähr eben so lange imSommer als im Winter faulen laßt, so tragtes sich doch zu, daß, wenn die Luft sehr kaltist, der gemeiniglich an einem offenen Orte be-findliche Haufen der Wahrung mehr widersteht,insonderheit was den äußern Theil betrifft. Als-dann bedeckt man die Oberfläche desselben miteinigen Sacken Abschnittsel.

Manchmahl unterscheiden auch die Pappen-macher die Papierabschnittsel von verschiedenerBeschaffenheit, und sondern sie von einander ab,indem sie nur die weisesten und reinsten, alsdie von den Buchbindern und Kartenmachcrnzurück behalten. Sie machen daraus eine zuden weißen Pappen bequemere und delicatereMaterie. Das bunte Papier, das grobe blauePapier, worin man den Zucker einwickelt, dieUeberbleibsel von Pappen, und andere grobeRiffe, werden in diesem Falle zu der grauenPappe aufgehoben. Die graue Pappe dient denKrämern, Huthmachern, Kirschnern, die Futte-rale ihrer Waaren daraus zu machen. Uebrigensachten die meisten Pappenmacher diese Absonde«rung nicht, und machen ihre Pappe aus derVermischung, als sie sich findet. Wenn sie einegewisse Anzahl Abschnittsel von einer schlechtemBeschaffenheit haben, so theilen sie sie nochmahls.