Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
361
JPEG-Download
 

Pappe. Z6l

machen. Man hat einen großen Stein zumGlätten nöthig, auf welchem man die Pappenausbreitet, und eine Rolle, oder Walze von po-lirtem Eisen. Der erste ist von unten in einStück Holz, vermittelst zweyer Krampen, die anihren Enden an das Stück Hol; angenageltsind, befestigt. Diese Krampen, da sie nach Artder Ringschrauben durchlöchert sind, empfangendie an jedem Ende der Walze befindlichen Za-pfen. Dieses in O vorgestellte Werkzeug heißtdie Glatte.

Das Stück Holz. welches die Walze trägt,ist vhngefahr z Zoll dick und 6 bis 7 lang, undführt an jedem Ende einen Griff, oder gleich,sam einen rundgemachten hölzernen Zapfen, umihn in der Hand zu fassen, und mit Gewaltüber der Pappe herumzuführen.

Um dem Glätter die Mühe zu ersparen,stark auf die Pappe zu drücken, so gebrauchtman einen Stock, der sich an der Decke derWerkstatt stützet. Die Glätte ist oben, nachihrer ganzen Dicke, theils von der einen, theilsvon der andern Seite, als ein halber Kögenausgehöhlt, dergestalt, daß ein festes Zwischen-stück in der Mitte bleibt, welches eine Arr vonZapfen macht. Dieser Zapfen wird in das En-de des Stockes der Glätte eingefügt. DieserStock ist 4 Fuß lang, er widersteht stark undüberhebt den Glätter stark auf die Pappe zudrücken; er braucht diese Maschine fast nuk zuleiten. Ueberdem erfordert der Gebrauch, zuwelchem man die Pappe gewöhnlich bestimmt,nicht, daß sie sehr glatt sey; mithin kann manleicht 8 bis io Bogen stündlich auf jeder Seiteglätten.- Man könnte indeß auch hier, so wiebey der Papiermanufackur sehr gut andere

Z 5 Ar-