66 Pappe.
würde, und der Abgang, den der Leim leidet,würden so gut als Verlorne Kosten seyn. Wäh-rend des Kochens thut man noch 2 oder z Ei-mer Wasser, nach dem Maße, als weniger Leimgeworden ist, hinzu.
Der Leim, den man aus dem Staubmehlemacht, erfordert nur 2 Eimer Mehl gegen zEimer Wasser. Er gebraucht ohngefahr dieselbeZeit zu seiner Bereitung, allein er ist, wenn erzubereitet ist, sehr schwarz, anstatt daß der Leimvon Lederabschabsel seine Weiße behalt.
Wenn man vier Kessel Leim von Lederthei-len nebst einem Kessel von Mehl macht, so istdieß die Tagearbeit für einen Leimer, welcher 6bis 7 Pappenhaufen den Tag über zu leimenhat, wenn der Kessel 20 Zoll breit und iz hochist. Der Leim von Ledertheilen würde nach Ver-lauf einiger Tage sehr hart werden; allein maugebraucht ihn gemeiniglich den dritten Tag, eheer ganz geronnen ist. Außerdem mischt man !Mehlleim darunter, der ihm wieder eine Feuch-tigkeit giebt, und öfters ist man noch genöthigt,Wasser hinzu zu thun, wenn man den Leim zulange hat stehn lassen, daß er schon zu dick gewor-den ist.
Die Art zu Leimen.
Wenn der stehende Leimer auf einer Sei-te die kleine Wanne mit Leim, und auf der an-dern die zu leimenden Pappen hat, so breitet ereine Pappe auf ein Bret aus. Er nimmt eineBürste, deren Borsten oder Haare lang undbiegsam sind, tauchet sie überflüssig in die klei-ne Wanne, und führt sie mit Leim beschwertwieder heraus. Er verbreitet diesen Lein» über