Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Z76 Pappel.

Art, welchen Carl duBois, Ritter von Mit-cham 1726 an Miller gegeben, und den eraus Madras hatte kommen lasten, zog er vielegefüllte Blumen von verschiedenen Farben. Daseigentliche Vaterland dieser zweyten Art ist übri-gens Sibirien.

Ungeachtet diese Pflanzen in warmen Lan- ,Lern ursprünglich zu Hause sind: so sind sie dochso dauerhaft, daß sie in dem gemäßigten Europain freyer Luft fortkommen, und viele Jahre lang, !eine der größten Zierden in den Garten, gegen !das Ende des Sommers zu, gewesen sind. Seit !dem sie aber sehr gemein geworden sind, hat lman sie nicht mehr, wie sie es verdienten, geach- !rct, welches zum Theil aber auch davon herkom- >men mag, weil sie einen zu großen Wachsthum 'für kleine Gärten machen, und lange Stangenerfordern, um sie daran zu befestigen, damit sievon den starken Winden nicht abgebrochen wer-den. In großen Gärten aber, wo sie schicklichund gehörig angebracht werden, machen sie einringemein gutes Ansehen. Denn da sie sehrlange Blumenahren bilden: so werden zwey Mo-nathe lang, immer wieder neue auf die altenfolgen, indem die Blumen an dem untern Theilder Aehre im Julius zum Vorschein kommen,lind wie der Stängel wachst, immer neue Blu-men, bis fast zu Ende des Septembers erschei-nen. Wenn man die Pflanzen auf einen gutenBoden seht, so werden ihre Stange! öfters achtbis neun ja wohl zwölf Schuh hoch, dergestaltdaß an jedem fast sechs Schuh mit Blumen be-seht seyn werden. Wenn diese nun gefüllt sind,und eine schöne Farbe haben, so werden sie einungemein schönes Ansetzn geben, besonders wenndie Farben gehörig unter einander geordnet wor-den find. Man