s. Pappel. Z9r
rischen Krankheiten gebraucht. Man übergießtzu der Absicht zerstückle Rinde mir Wasser, undbringt jden bedeckten Hafen in einen Backofen.Von diesem Jnfus läßt man so lange trinken,bis Geschwüre auf der Haut erscheinen, woraufman solche in den heissen Bädern mit einer Sal-be aus Sublimat, Eisenvitriol und Seife ein«reibt. Auch gebraucht der gemeine Mann dieLauge von der Asche in der Gonorrhöe, undandern ähnlichen Krankheiten.
Die Asche, welche man von besondererSchärfe aus dem Pappcllocherschwamm (Lols-tnL kopuli) erhalt, gebrauchen die Ostiaken zurSchürfung ihres Schnupftabacks.
Bey Moskwa pflegt man die mit ungelösch-tem Kalke beladenen Schiffe mit Pappelreisernzu bedecken, da man glaubt, daß sich der Kalkso weniger vom Regen erhitze.
Die Rinde, das Holz und die Zweige mitBlättern geben übrigens nach Dambourney'sVersuchen, so schöne Farbe, als die lombardischePappel.
Als eine Merkwürdigkeit führt Dü Roian, daß die Ziegel, welche mit frisch gehauenemEspenholze gebrannt werden, gleichsam mit einerbläulichen Glasur überzogen werden, und da-durch mehrere Dauerhaftigkeit und ein schiefer-arriges Ansehen bekommen. Dagegen erinnertaber der Herr Hofrath Beckmann „er ha-be gesehen, daß die Holländer am Wege vonRotterdam nach Gouda grüne Reiser von Erlewju diesem Gebrauche genommen hätten. Auchwürden die Ziegel dadurch nicht etwa mit einerGlasur überzogen, sondern der Rauch dringe,Bb 4 nach
*) S. besten physikalisch-ökonomische Bibliothek, 4ter Bb.,
S. »ir.