Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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2. Pappel.

Z95

In Absicht der Blumen unterscheiden siesich von den Espen, daß die weiblichen in klei-nen einzelnen Knöpfen Erfindlich sind.

Die äußere Rinde des Stammes und derZweige ist aschgrau, dunkler als bey den übrigen»und hat dem Baume den Nahmen der schwar-zen Pappel gegeben.

Dw gemeinste Art, sie zu vermehren, ge-schieht, wie bey den Weiden, durch Stecklinge.Mit auögehobenen Schößlingen verfahrt man in-dessen sicherer, weil die Stecker nicht so leicht,wie die von der weißen Pappel, anschlagen.

Sie lieben einen feuchten.Bod.en, und wach-sen darin zu einer erstaunlichen Höhe und Dik-ke auf. Ihr Wuchs ist ungemein schnell, undin wenigen Jahren liefern sie starke Stangen,geben reichlichen Schatten und erlangen ein ehr-würdiges Ansehe. In den wagerecht stehendenZweigen und den Wurzeln breiten sie sichsehr aus. - '

Aus den Knospen wird in den Apothekeneine Salbe unter dem Nahmen silnZusurum po-pulsurn verfertigt. Auch ist neuerlich von ih-nen die Verfertigung eines Wachses angegeben,indem man sie in siedendes Wasser weicht undauspreßt *).

Mit den abgenommenen Blatterzweigen kön-nen die Schafe im Winter gefüttert werden **).

Das Holz dient zu allerley Hausgerathe,zu Salztrögen, zu Wagenbretter beym Mistla-den; zu andern Sachen taugt es aber wenig,weil es weich ist.

Die Rinde der weißen und schwarzen Pap-el giebt gelbliche Brühen, welche aber von der

schwär-

*> S. Berlinische Sammlungen rr Bd.

**) S. Dtst. ü'tudl. irrn. 1 om. tz. x.