458 Parallellineal.
der mit einander verbunden sind, so daß mänsie, nachdem es der Gebrauch dieses Instrumentserfordert, parallel von einander entfernen, odereinander nähern kann. Die Genauigkeit diesesWerkzeugs hangt sowohl von der Nichtigkeit derbeyden Lineale, als von der Art sie zu bohrenab. um die Schrauben der Bänder recht in derMitte, und in gleicher Weite von einander durch-zubohren. Man zieht damit paralleUinien, wel-che man in architeklischen Rissen, und oft auchin andern Zeichnungen machen muß.
Man hat ein verbejscrrcs parallellineal,welches fast wie ein einfaches Lineal aussieht,und eben so leicht wie dieses mit einer Handhin und her bewegt wird. Es besteht aus ei-nem saubern harten Holz, und hat in der Mit-te, der Lange nach, eine verdeckte bewegliche Achsevon Stahl, an welcher zwey etwas von einanderentfernte fein gekerbte gleiche Rollen von Mes-sing, die sich mit derselben zugleich umdrehen,befestigt sind. Diese ragen nur um etwas we-niges auf der untern Seite des Lineals hervor,damit dasselbe leicht darauf hin und her bewegt,und dennoch an jedem Orte, wo man eine Li-nie ziehn will, mit dem Druck eines Fingers amvordcrn Theile so fest, als es nöthig ist, auf demPapiere angelegt werden können. Die Rollensind vollkommen gleich, damit die Bewegungdesselben, so lange es nicht aufgehoben wird, iimmcr parallel geschehe. Etwas eingekerbt sind sie,damit das Lineal nicht unter dem Finger weg-glicscheu könne, wenn man mit dem Bleystiftoder mit der Reißfeder oben daran herfahrt. DieRollen haben grade zwey Joll im Umkreise, ne-ben welchen an den Enden der Achse die Ab-theilung von 24 gleich weit von einander ent-