Parforcehund. 49 Z
mit mancher Hündinn nicht zur vollständigenBegattung kommen. Man muß deshalb dieHunde beobachten, und wenn man dieses gewahrwird, sie sogleich trennen, und einen andernHund zur Hündinn bringen. Das Zulassen mußzwey bis dreymahl geschehen, weil von einemMahle der Hündinn die Hitze nicht benommenwird.
Die beste Zeit zum Belegen der Hunde istder Januar bis März, und auf dessen Erfolgwirft die Hündinn nach 9 Wochen und 2 Ta-gen, wenn alles richtig zugeht. Wenn nun dieZeit zum Werfen (Wölfen) kommt, muß flei-ßig nach der Hündinn gesehen, und sie warmgehalten werden. Nach geschehenem Abwölfenmuß man keine Jungen wegwerfen, sondernsolche zum Theil durch Schafhirten- oder Bau-ernhündinnen säugen lassen, und sie also zu er-halten suchen. Sollen diese Ammen nun diefremden Jungen annehmen, so muß man ihreeignen Jungen sowohl, als diese von der Par-forcehündinn, etwas mit Branntwein waschen,damit sie einerley Geruch bekommen. Nach ge-schehener Annehmung nimmt man die eignenJungen der Amme nach und nach von ihr weg,damit sie die Fremdlinge desto besser nährt; je-doch müssen sie nicht beständig zum Saugen ge-lassen, auch warm gehalten, und besonders diesäugende Hündinn gut gewartet werden.
Wenn die jungen Hunde 4—5 Wochenalt sind, gibt man ihnen süße Kuhmilch undlehret sie an, mit der Hündinn zu fressen. Indie Milch gehöret gut ausgebackencs Rockenbrot,auf einem Reibeisen gerieben, welches beydesaber nicht so lange stehen darf, daß es sauervmd, welches den jungen Hunden leicht einen