Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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496 Parforeehund.

Hunde mit unter die jungen, jagt den Hirschvollends todt, und laßt sie selbigen verzehren.Eben so macht man es auch mit andern Thie-ren, welche man parforce jagen will, daß mannähmlich an ein Thier, zu dessen Jagd man dieHunde in der Folge beständig gebrauchen will,die jungen Hunde erst ein paarmahl auf ähnlicheArt bringet ; sodann werden sie in die alte Meu-te genommen, und vollends in ordentliche Arbeitund Athem gcseht. Ich will mich hier zwar vor-züglich nur auf die Parforcejagd eines Hirschesbeschränken, weil dieser das edelste Thier ist; je-doch ist die Arbeit mit den Hunden auf andereThiere eben fo beschaffen.

Wenn es demnach bestimmt ist, wenn dieJagdzeit angehen soll, so fangt man z — 6 Wo-chen vorher an, mit den Hunden auszureiten.Der Oberjäger oder der piqucur, welcher dieWoche hat, reitet vor der Meute her, die an-dern aber neben und hinter den Hunden. Dervoraufreitende ruft den Hunden zu: sl-

Ik2, Die hinten reitenden aber ru-

fen: lires, lirs2! und auch 60, eo! oderauch: ülLuts! — Anfangs reiten sie

etwa nur eine halbe Stunde aus; hernach aberwird des Tages zweymahl auögeritten, aber al-lemahl vor der Fütterung. Man reitet auchwohl hin, wo Wildpret siehet, und zeigt ihnensolches, halt sie aber zwischen den Pferden undunter der Peitsche, daß sie nicht von selbst da-hinter her jagen dürfen, wodurch sie lernen müs-sen, gehorsam zu seyn.

Wenn dieses einige Tage geschehen ist, als-dann fängt man mit ihnen an, im Trabe zureiten, erst nur eine halbe Stunde, und sodannolle Tage weiter. Wenn damit auch wieder acht

Tage