Parforcehund. 497
Tage fortgefahren ist, so reitet man mit ihnenim Galopp, erst zwar auch nicht weit, und so-dann immer weiter und weiter, daß man end-lich eine deutsche Meile und auch wohl weitermit ihnen galoppier, und dieses alle Tage. Dar-auf müssen sie mehr und mehr in Athem kom-men, und die Strapazen gewohnt werden. Denn,wenn sie nicht vorher so nach und nach in Athemgesetzt werden, so können sie keine Jagdzeit aus-dauern, und geschähe es auch mit einer Jagd,so würden ihrer viele doch lahm und steif wer-den, daß sie die andere Jagd nicht viel thunkönnten. Wenn sie nun in Achem gebrachtworden, alsdann ist bey einigen Equipagen ge-wöhnlich, daß sie Irain jagen, wovon im Art.Tralnsageu das weitere vorkommen wird. Daswichtigste bey den Parforcehunden ist aber, daßman sie vollkommen zum Gehorsam dringe, undsie auch zum Horn und Rufe gewöhne; undeben deswegen müssen sie auch in der Arbeit,eben sowohl als sie in Athem gesetzt werden sol-len, auch zum Gehorsam gebracht, oder wieMan es bey der Jagd zu nennen pstegt, (llmllsgemacht werden; sonst ist es ganz unmöglich,oder wenigstens doch sehr selten, mit ihnen einegute Jagd anzustellen.
Wenn endlich die Hunde von der Jagd zuHause kommen, und es ist etwa nasses Wetter,so muß man in die Kamine oder Oefen imStalle Feuer machen, und die Pritschen dabeyHinrücken, damit sich die Hunde wieder abtrock-nen können. Wäre es aber warmes Wetter, solaßt man sie im Zwinger und im offenen Stal-le frey aus; unv eingehen, und gibt ihnen guteSuppe und Rindfleisch, damit sie Kräfte behal-ten. Es muß jetzt gleich darnach gesehen wer-<Vek, technol. Lne. Th, I i den,