Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
499
JPEG-Download
 

Parforcehund. 4yy

Endlich muß auch Aufsicht bey ihnen senn, daßsie sich nicht beissen, over damit ihnen bald ge-holfen werden könne, wenn sonst einem etwasanficht.

Nach Verhältniß der Jagdliebhaberey deseinen oder andern Fürsten oder sonst reichbegü-terten Herrn, wird nun auch eine stärkere oderschwächere Meute gehalten. Die Einrichtungendazu sind aber sehr verschieden. Ueberhaupr istindeß eine Meute von hundert Hunden schonüberflüssig stark genug, damit zu jagen, und siemachen schon Lärm genug, woran mancher Jagd-liebhaber innigen Gefallen findet Doch hat manöfters auch viel stärkere Meuten, weil mancheHunde bey der Jagd zu Schaden kommen, undman ihren Abgang gern bald wieder durch an-dere erseht. Eigentlich ist bey so vielen Hundenaber sehr viele Arbeit bev dem Zagen, und rmGrunde gesteht jeder Parforcejäger gern, daßes sich chit Zv Hunden noch leichter und besserjagt, weil die wenigen Hunde wegen Ergreifungdes Llisnßs und bey andern dergleichen Fällen,besser zu zwingen sind, als icro und mehr. DgSeinzige bey vielen Hunden ist das stärkere Ge-läut, welches vielen so angenehm ist.

Zur Parforcejagd gebraucht man aber auchnoch Lerchunde, um zuvörderst mit diesen denHirsch aufzusuchen und zu bestätigen. Billigmuß daher ein jeder Piqueur und Besuchknechteinen wohlgearbeiteten Leithund haben, wiewohlan manchen Orten Parforcejagden ohne L>it-hunde dazu zu gebrauchen, gehalten werocn.Es geht freylich wohl ohne Leithund, es ist oderviel mühsamer, und öfters ungewisser, die Hir-sche zu finden, besonders, wo ihrer nicht vielevorhanden sind; mit den Leithunden kann man

Ji r sie