Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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zoo Parforcejagd.

sie aber viel sicherer ausmachen, bestätigen undnach Gefallen anjagen. Wo aber sehr vieleHirsche und zwar, in einem engen Raume bey,sammen sind, da kann man sie sehr bald ohneLeithund finden. Auch bey Gau- und Wolfs-pakforcejagden sind die Leithunde sehr nöthig.

Im übrigen sehe man den Artikel Parfor-cejagd und die daselbst nachgewiesenen Stellen.

Parforcejagd, aus dem Franz, p»r köre«, mitGewalt, Forciren, Laufjagcn, Rennjagen,Franz, tülialis L Oltien8-c:oursn5, ist eine Artder Jagd, wo das Wild, ohne Garne oder Tü-cher dabey zu gebrauchen, durch Zager zu Pfer-de und durch Hunde, die in verschiedene klklsisoder Vorlagen vertheilet werden, und das Wilderwarten, so lange auf der Fährte verfolgt wird,bis es stürzet oder ermüdet, sich von selbst nie-derthut, oder aber von den Hunden zum Ste-hen gebracht wird, daß es durch einen Fang mitdem Hirschfänger erlegt werden kann; welchesletztere aber bey den Hirschen ohne Gefahr nichtabgehet, wenn sie ihr Gehörn vollkommen ha-ben, oder in der Brunst sind, wo man sie nichtmit Vortheil anzugreifen weiß. Wenn der Hirscherlegt ist, wird es mit dem Parfortehorn kundgemacht, der Hirsch ins Gehörn gelegt, derHals und die Gurgel eröfnet, und den jungenHunden so warm ihr Antheil gegeben, daraufder rechte Vorderlauf abgelöset und dem Herrndes Jagens, oder dem, welchem er diese Ehrezugedachr hat, prasentirt, endlich das Stück vol-lends zerwirker, und weil dergleichen Wildpretnicht zu genießen ist, den Hunden preis gegeben,oder wem es sonst -»gehöret, ausgetheilt. Aufden ersten Fall werden die Knochen und Röh-ren davon abgesondert; andern Falls aber ge,

hört