Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parforcejagd. §or

hört das Herz, Lunge und Leber den Lekthunbs-knechcen, als ihr Recht, welche dem Leithunde,um denselben desto begieriger zu machen, nach-dem er an des Hirsches Kopf und Gehörn ge-führt worden, gegeben werden. Der rechte Vor-derbug gehöret demjenigen, welcher den Hirschbestätiget hat, der andere aber dem Jagdjrmker»Die innersten Nierenbratlein nebst dem Gehörneoder Geweihe, dem Herrn der Jagd, der Zim-mel kommt dem Oberjagermeister, der Rückbra-ten und die Keulen den andern hohen Jagdoffi«eieren, und der Hals nebst dem Kopfe den Hunde-knechten zu.

Die Parforcejagd ist überhaupt aber nurein Vergnügen für große Herren, und sehr kost-bar, weil viele Hunde, Pferde und Menschendarauf gehalten werden müssen, dabey au ) ge-fährlich, weil Menschen und Thiere bey dem öf-teren Stürzen nicht selten zu Schaden kommen.Auch ist dazu nicht in jedem Lande Gelegenheit.In Frankreich, wenigstens bey der vormahligenVerfassung, und England, ist sie sehr gemein;in Deutschland aber erst im letzten Jahrhundertan verschiedenen Höfen recht aufgekommen undMode geworden.

Die Parforcejagd pflegen zwar von demFrühjahre an den Sommer hindurch bis in denspäten Herbst, auch öfters des Winters, oderwenigstens bis zu Anfange des Novembers, zujagen, und mit St. Hubertötage zu beschließen;man hält aber, ausgenommen, wenn ein großerHerr zu seinem Vergnügen jagt, diejenige Zeitfür die beste zur Parforcejagd, wenn das Wildgesetzt hat, und die Kälber, welche schon etwaserwachsen sind, mit dem Thiere ausweichen, derHirsch aber sein Gehörn geworfen und wiederJ i z auf-