Zvr Parforcejagd.
aufgesetzt hak, bis zur Brunstzeit, weil zu dieserZeit die feiste»» und guten Hirsche sich einzelnvertheilen, und von den andern absondern, inder Brunstzeit aber schwerlich von dem Haufenzu trennen sind, auch einen widerlichen Geruchhaben. Nach der Brunst aber sind sie magerer,und entkommen daher leichr die meisten, wiewohl- öfters auch einige gefangen werden, weil sie ab,gema'ttet sind. Zu geschweige«, daß außer obigerbequemen Zeit, im Frühjahr und spaten HerbstFrost, Schnee und Eis große Hindernisse beydieser Art zu jagen verursachen; denn die Hundehaben zu solcher Zeit keine Witterung von derFäzrre, laufen sich auf dem gefrornen Erdreichewund und lahm, oder gleiten auf dem Eise ausund verrenken sich. Die Pferde verballen undvertreten sich auf dem harren Boden, auf demSchnee und Eise aber werden sie nicht nur amLaufen verhindert, sondern auch in Gefahr gesetzt,sammt dem Jäger oder Piqueur in eine vomWinde verwehete Grube zu stürzen, oder aufdem glatten Eise auszugleiten, und nebst jenemden größten Schaden zu nehmen, und was der,gleichen wichtige Verhinderungsursachen mehrsind, weshalb es nicht rathsam ist, bey solcherWitterung eine Parforcejagd vorzunehmen.
Vorrheilhaft ist eine Parforcejagd aber ganzund gar nicht, denn das Wildpret kann nicht ge,nutzt werden, die Unterhaltung der vielen HundePserde und Jäger kostet sehr viel, und das Ver-gnügen selbst ist oft mit Gefahr für den Herrnder Jagd selbst verbunden, wenigstens ist das star-ke Jagen schon dem Körper gewöhnlich sehr nach-the»Ug. Dem armen Landmann, über dessen Flu-ren die Jagd geht, wird sein Acker durch Pferd«und Hunde vertreten und zu Grunde gerichtet.