Parforcejagd.
50S
Wenn nun, wie gedacht, der oder die Hir-sche lancieret sind, so bringt man die Meutenherbey nach den Brüchen, so viel aber möglichnicht unter Wind, denn es sind oft solche Re-bellen dabey, welche, so bald sie die Witterungvorn Hirsche in die Nase bekommen, unter denPferden weg streichen, und die andern auch ver-führen. Sonst aber müssen die Hunde von denJägern zwischen den Pferden gehalten werden,bis sie auf die Fahrte kommen. Einige ziehenzu Fuße mir der Meute bis zur Fahrte, dieseshalten die Hunde gut aus; so bald sich aber dieJäger zu Pferde setzen, so geht es auch fort.Nehmen diese als bald die Fahrte auf, und ja-gen also fort, so ruft man ihnen zu, es wirdauch geblasen, und so geht es dann frisch fort.
Äommt man mir dem angejaglen Hirscheund der Meute gegen die ausgestellten Relais,so werden die Hunde gestopft (airetirt), undvon der Relais wieder Hunde mit zur Meutegegeben und gelöset; eben fo wechselt man diePferde, und nimmt frische. Dieses geschieht nö-thigen Falles bey allen Relais, jedoch gebrauchtman bisweilen nicht viele frische Pferde oder Hun,de, zumahl wenn die Hirsche recht feist sind, undnicht lange vor der Meute dauern. Währenddes Jagens werden die Hunde durch Zurufenangefeuert, und wenn sie nun wieder eine Stre-cke so fortgejagt haben, stopfet man sie wieder,damit die zurückgebliebenen auch nachkommen *).Will man die Hunde stopfen, so müssen die Pi-qururs den Hunden vorjagen, mit der Peitscheklatschen und ihnen zurufen. Die Hunde stopftman aber deshalb, damit sie zusammen kommen
und
') Die vordersten Hunde pflegt man den Kopf, die hinter,strn den Schwanz zn nennen.