Parfümirkunst. 5Zr
aufgelöst worden. Ist der Teig zu dünne, soseht man mehr Puder dazu, ist er hingegen zustark, so verdünnt man ihn mir Gummiwasser.Die Formen werden ausgrstrichen, damit sichder Teig nicht anhangt, so kann man ihm al-lerley Formen geben; er hat eine kaffeebrauneFarbe.
Zweyte Vorschrift.
Man nimmt irgend ein wohlriechendes Pul-ver, womit man den Haarpuder parfümirt, undmacht einen Teig daraus mit Gummi, das inPommeranzcnblürhwasser aufgelöst worden, wor-ein man ein paar Tropfen Ambra-Essenz gethan.Dieser Teig hat eine weisst Farbe, will man ihmeine rothe geben, so verseht man ihn mit Zin-nober, will man ihn gelb haben, so nimmt mangelben Ocker dazu. Man kann diese Teige starkoder schwach parfümiern, je nachdem man dieDosis des Ambra, des Moschus oder des Bi-sams, es sey nun in dem Pulver, womit manden Teig macht, oder in dem Wasser, worinman das Gummi auflöset, vermehrt oder ver-mindert.
Dritte vollständige Vorschrift.
Man nimmt das reinste und beste TraganthsSummi, und weicht es einen Tag in irgend einemwohlriechenden Wasser, dessen Geruch man denFiguren mittheilen will, z. B. Rosen, Jasmin,Pomeranzenblüthrvasser und dergleichen, ein. VonZeit zu Zeit rührt man um, und gießt dann dieZnfusion in einen reinen Tiegel, und dreymahlso viel Wasser dazu, als das Gummi betraget,worauf man es bey gelindem Feuer erwärmt, oh-ne daß «s zum Sieden kommt, damit cö nichtLl -»