Parfümirkunst» 5?Z
lieren. Man kann ihnen jede beliebige Formgeben, z. B. ganz rund, oval, eckig u. s. w.Am besten ist es, wenn man eine Form vonKupfer dazu nimmt, die aus'zwey in einanderpaffenden Stücken besteht, und eineHoffnung hat,wo man mit der Nadel durchstechen kann.
Will man z. Bi parfüniivte Rosenkränzemit dergleichen Korallen machen, so kann mandie kupfernen Formen mit Nahmen der Heili-gen, Kreuzen, Lilien, Sternen u. s. w. gravi-ren, dann füllt man sie mit -Zeig an, drücktbeyde Stücke genau zusammen, steckt die Nadeldurch das Loch, und wenn die Kugel in derForm etwas trocken geworden, so zieht man dieNadel heraus, und nimmt die fertige Koralleaus der Form. Hier folgen nun verschiedeneTeige die man dazu bereiten kann.
Der rothe Teig ist von dem schwarzen nurder Farbe nach verschieden, denn statt des pul-verisirtkn Schiefers oder Ebenholzes, nimmt mannur pulverisirten Kitt, Brasilienholz oder sonsteine rothe Substanz, und knetet alles mit Sto-rax und Gummi zusammen.
Der gelbe Teig wird gefärbt mit pulverisir«tem Buchst und Gümmiwaffer.
Der graue mit pulverisirten Birnbaum-oder Eichenspanen; will man aber eine marmo-rirte Farbe haben, so mischt man diese Pulverunter einander.
Die weisse Farbe giebt man dem Teige, in-dem man däs Gümmiwaffer mir florenriuischerVeilchenwurz, Sagespanen von weissem Holzeund errbas weiffer Kreide vermischt.
Zum rosenfarbenen Teige nimmt man Ro-senblatter, die nach obiger Art präparirt undpulverisirt worden, und macht mit Gummi, wcl-Ll z «hes