Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parfümirkunst.

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ches in Roftnwasser aufgelöst worden, einen Teig.daraus. Dies lst der achte wohlriechende Teig,der sehr gut ausfällt und sich lange erhalt. Man' kann ihn noch höher roth färben, wenn man et-was Cirronensafc dazu gießt, wodurch die Rosen' beynahe iore ganze Farbe wieder erhalten.

Ferner ist dabey zu beobachten: i) daß die^"Wohlgerüche mit den Pulvern, vermittelst desGummiwassers gut vermischt werden, damit derTeig hernach beym Trocknen nicht aufspringt undNisse bekommt. Dies ist vorzüglich alödenn nö-thig, wenn man mehrere Pulver unter einandermischt. 2) müssen die Korallen, sobald sie fer-tig sind, durchstochen werden, auch darf mansie nicht über einander legen, damit sie nicht zu-sammen hängen. Man kann sie daher in Schach-teln legen, und sie zwey bis dreymahl des Tagesumwenden, bis sie halb trocken sind. z) legtman sie nicht an die freye Luft, damit sie keineRisse bekommen, eben so wenig in den Ofen,wo der Teig durch die Hitze in Nahrung kom-men könnte, wodurch sie ihre Figur verlieren,Nisse bekommen, und keinen Firniß mehr ver-tragen könnten.

Der gemeine Teig zu dergleichen Arbeitenwird bereitet, indem man Tragathgummi inBrunnenwasser auflöst, und denn Kohlen vonR-bholj, Weiden und dergleichen, welche inWasser abgelöscht, pulverisirt, und durchgesiebtworden, darunter mischt. Man kann auch stattdcff n «kwap Mehl oder Starke nehmen, je nachder Farbe die man wählt.

Um diesen Korallen nachher den Glanz zugeben, so reibt man sie Handvollweise mit ei-nem .Stücke neuer Leinwand ab, bis sie glattwerden. Dann läßt man etwas Lavendelöhl und

Kolo-