Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parfümirkunst. 2 Z7

Vorschrift wie die Essenzen der Blumen aus-zuziehen.

Hiezu nimmt man einen Aasten der inwen-dig mir Blech ausgefüttert ist, damit das Holjnicht den Geruch und die Essenz der Blumenan sich ziehe. Dann läßt man Brcter oder Ein-schiebet machen, welche mit ihrer Fläche geradein den Aasten passen. Das Holz dazu mußzwey Finger dick scrm, und der Rand wird ringsherum mit Nadelspitzen versehen. Zu jedem Bre-ie hat man ein Stück Aatrunleinwand, welchesdarauf gespannt werden kann; diese Leinwandwird aber vorher durch eine starke Lauge gezo-gen, mit reinem Wasser ausgewaschen und wie-der gut getrocknet. Nachher tränkt man sie mitBaumöhl, drückt sie ein wenig aus, spannt sieüber die Breter und befestigt sie an den Nadel-spitzen.

Ein solches überzogenes Bret legt ^nan nunin den Kasten, und bestreuet es durchaus mitden Blumen oder Blüthen, deren Essenz man ha-ben wall, seht wieder ein zweytes überzogenesBret darüber, dann ein drittes und so fort bisder Aasten voll ist. Wenn die Breter zwey Fin-ger dick sind, so werden die Blumen nicht ge-preßt, und haben oben und unten Leinwand.Nachdem sie zwölf Stunden so gestanden, streutman frische Blumen dazwischen, und so fährtman einige Tage lang fort. Wenn endlich derGeruch stark genug scheint, so macht man dieTücher von den Breteru los, legt sie vierfachzusammen, rollt sie derb in einander und um-windet sie mir einem Faden, damit sie sich uichtzu sehr ausdehnen, und legt sie unter eurePresse, um das Oehl auszudrücken. Auch dieL l z Presse