Parfümirkunst.' ZZ9
Pfund gemeinen Salzes, thut alles in einen gutvermachten Topf, und setzt diesen ins Kühle.Fünfzehn bis achtzehn Tage nachher gießt MSNtue Mi'chung aus, und befeuchtet sie mit Was-ser, bis sie zu einem Brey wird. Diesen Breythut man in einen Kolben, bedeckt ihn mit sei«nem Helm, und fangt an zu destilliern; haSWasser welches zuerst übergeht, wird weggethan,und das nachfolgende Oehl gesammelt, dieses Hehlverdickt sich in der Kalte, und wird in der Wär-me flüssig, sollte es noch etwas Wasser enthal-ten, so kann man es mit ein wenig Baumwolleabnehmen. Ein paar Tropfen dieses Oehls ge-ben weit mehr Geruch, als das über dieselbeBlume deftillirte Wasser.
Bereitung der abgezogenen Wasser aus al-lerley Sorten trockncr Blumen oder Blätter,als Thymian, Zsop, Wajoran, u. s. w.
Man nimmt einen großen steinernen Krugund füllt zwey Drittel davon mit den Spitzender Blatter an, deren Geruch man zu habenwünscht. Dann kocht man in einer hinlängli-chen Menge Wasser eine Quantität derselbenPflanze, und wenn das Wasser zur Hälfte der-mindert ist, gießt man es in den Krug, und laßtes drey bis vier Tage darüber stehen. Nachherdeftillirt man bey offnem Feuer, doch nicht biszur Trockne, weil sonst die Pflanze verbrennen könn-te, sondern bloß zwey Drittel des Wassers. Sollaber dies Wass.-r einen stärker« Geruch erhal-ten, so öffnet man nach der ersten Destillationden Kolben, nimmt das im Grunde zurück ge-bliebene heraus, füllt ihn bis zur Hälfte mitfrischen Blättern der Pflanze an, gießt bat übet-
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