Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Z4O Parfumirkunst.

destillirte Wasser darüber, und fängt wieder anzu destilliren, so erhält man ein sehr stark rie«chendeö Wasser, und wenn die Pflanze ein ive«, senrliches Oehl enthält, so schwimmt es in derVorlage oben, und wird abgeschieden.

Die Essenz der Blumen ohne Feuer zubereiten.

Man sammelt die Blumen oder Blüthen,- bald nachdem die Sonne allen Thau aufgezogenhat, säubert sie von allem Grünen, und thut sieiu eine Bomcille von dünnem weißt» Glase,vermacht die Oeffnung mit einem Stück Flor,und seht eine andere BouteMe mit einem wei-ter» Hals darüber; die Fugen an beyden Häl-sen werden mit weißem Wachs lutirt. Hieraufsetzt man die leere Bouteille in einen tiefen Topf,den man mit Erde so weit anfüllt, daß nur dieBouteille mit den Blumen hcraussteht, und sowerden sie an die Sonne gesetzt. Die Gefäße.dürfen weder Mgen Regenwetter, noch bey Nachtverrückt werden, so lange die Destillation dauert,welches ganz von der Stärke oder Schwäche derSonne abhängt. Erst wenn die Blumen anfan«gen gelblich zu werden, nimmt man dieBouteil-lcn aus dem Toys, und findet alsdcnn den A«quor im Grunde der leeren Poureille.

Dieser Liquvr hat zwar anfangs noch nichtseinen natürlichen Geruch, erhalt ihn aber mitder Zeit, und wird in eine wohlverstopfte Flaschegegossen. Einige Zeit nachher entsteht ein Pfleg-ma darin, wodurch er in ein Oehi verwandeltwird, und dies ist die Essenz. Wenn sich diesesOehl zu Boden gesetzt hat, so gießt man dendrüber stehenden Liquor in ein anderes Gefäß

ab,