Parfllmilkunst. 541
ab, und sammelt das Oehl besonders. Der Li-qiior hat noch immer einen starken Geruch, undobgleich die Essenz nicht verraucht, so muß mansie dennoch in verstopften Glasern behalten, undvor Staub bewahren.
Bereitung des Rostnwassers.
Man nimmt eine Schüssel mit, Wasser,wirft eine beliebige Menge Rosenblatrer hinein,und gießt nachher zwey bis drey Tropfen Vi-triolgeist dazu; diese sind hinreichend um demWasser nicht nur die Farbe, sondern auch denGeruch der Rosen mitzutheilen.
"Zweyte Vorschrift.
Man sammelt bey Hellem Wetter, baldnach Aufgang der Sonne, frische weiße einfacheRosen, zerstößt sie in einem Mörsel, Und läßtsie in einem irdenen Gefäße neun bis zehn Stun«den lang weichen; nachher faßt man sie in einstarkes Tuch, und drückt den Saft vermittelstder Presse aus.
Mo sch u sro se nw a sser.
Man nimmt Nofenknospen, sondert dasWeiße davon ab, und streut sie in einen Kol-ben, in der Mitte der Rosenblatter legt manetwas Moschus und destillirt wie gewöhnlich.
Zweyte Vorschrift.
Zwölf oder auch mehr Grün Moschus wer-den in ein gläsernes Gefäß mit weitem Bauchund engem Halse gethan, dasselbe mit Perga-ment vermacht, und vier bis fünf Tage lang andie Sonne gesetzt. Dann füllt man ein ähnli-che-?