Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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542 Parfümirkunst.

ches Gefäß mit etwas trocknen und zerstoßenenRosenblaltern an, und verschließt es mit feinerLeinwand, seht alsdann den Hals des Gefäßes,worin die Rosen sind, auf den Hals dessen, wor-in der Moschus ist, lutirt beyde gut zusammenund seht sie an die Sonne, so daß das Gefäßmit Rosen oben sieht. Auf diese Art wird derNosensaft auf den Moschus herunter tropfen,und ein wohlriechendes Wasser geben, das manallein oder mit andern vermischt gebrauchen kann.

Dritte Vorschrift.

Zwanzig Gran Moschus, Muskatennuß,Gewürznelken, Galanga, Spiknarden, Paradies,körner, Muskatenblumen und Zimmer von je-dem eine Unze werden zusammen zerstoßen, undmit anderthalb Pfund Nosenwasser in einen Kol-ben gethan, wo man es vier bis fünf Tagemaceriren läßt, und nachher destillier.

Fernere Bereitungen des Rosenwassers.

Man zerstößt die Rosen mit einer Keule,streut Salz darunter, und läßt sie digeriren bissie anfangen faul zu werden, dann destillirt mansie über den Helm, so erhält man ein vortreff-liches Rosenwasser.

Oder: Man sammelt bey trocknem Wet-ter, nach Aufgang der Sonne ohngefähr zwhlfPfund Rosen; die blassen einfachen und weißenRosen haben den stärksten Geruch, aber die ro-then sind besser. Nachdem sie von allen grü-nen und weißen Fäden gereinigt worden, zer-stößt man sie in einem Mörsel zu Teig, thut siein eine verzinnte kupferne Blase, und gießt fri-schen Saft von andern Rosen darüber bis sie

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