Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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548 Parfümirkunst.

pomeranzenblüthenwasser *).

Man nehme rr Pfund Pomeranzenblüthen,breche die Kelche und Stengel davon, schütte-ie Blumenblätter und Staubfaden in eine Fla-sche >m Wasserbade, gieße 4 Maaß Wasser hin-zu, und destillire es. Die Kelche und Stengelzerstoße man gelinde, schütte sie nebst 4 MaaßWasser in eine wohlverschloffene Pfanne, erhaltesie einige Stunden lang in einem hohen Gradeder Warme, nehme sie sodann vom Feuer, lassedie Flüssigkeit erkalten, bringe sie alsdann zuobigem in eine Blase, und destillire es mit ein-ander im Wasserbade.

lMelissenwasser.

Man nehme 16 Pfund Melisse, wasche siesauber, stoße sie mit etwas Kochsalz in einemMörsel, thue die Masse in einen irdenen Topf,gieße etwas Wasser darüber, bedecke den Topf,stelle denselben in eine temperirte Warme undzwar so lange, bis die Melisse ihren grusichtenGeruch und Geschmack verlohren hat; drücke siesodann unter einer Presse wohl aus, bringe dieerhaltene Flüssigkeit in eine Blase, schütte überdas Zurückgebliebene etwas lauwarmes Wasser,lasse es 24 Stunden in Digestion stehen, pressees sodann aus, gieße diese Flüssigkeit zu der vo-rigen, und destillire es so lange, bis man dieHälfte der in die Blase gegossenen Flüssigkeit er-halten hat.

Andere Bereitungen aus der Melisse, wel-che zum Trinken bestimmt sind, findet man Th.L8, S. 161. 172 fl. beschrieben.

Noch

') Ein Psmerarirenblütbenwaffer zum Trinken setze man imArt. üur«u,u«, Th. z, S- r;o.