Paste.
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oder umgekehrt haben, so darf man nur vorhereinen Abdruck von Siegellack oder Schwefelmachen, hernach den überflüssigen Rand wegneh-men, und mit einer Feile oder einem Messerfein glatt und eben machen. Diesen Abdruckvon Siegellack oder Schwefel formt man nach-mahls eben so ab, als wenn es der Stein selbstWare. Man muß aber dergleichen Siegelabdrückeauf Holz, oder auf sehr dicke Pappe machen,damit sie sich nicht, während man sie in denTripel eindrückt, biegen, wovon das Siegellackbrechen und die ganze Arbeit und Mühe um-sonst seyn würde.
Auf diese Art kann nun jeder Liebhaberin weniger Zeit ein Kabinet in Pasten sammeln,welches sowohl an Größe als an Wichtigkeit desGegenstandes manches fürstliche Kabinet an Edel-steinen überträfe. Er ist alsdann Meister, sichso viele Abdrücke von feinen Pasten zu machen,als ihm beliebt, und kann dadurch die Kennt-niß der Kunst in dem engern Zirkel seiner Freun-de, oder in dem größer» des Publikums ver-breiten.
Zur weiteren Belehrung über diese Mate-rie füge ich noch folgende literarische Notizenaus Herrn von Blankenburg'ö Zusätzen zuSulzer's allg. Theorie der schönen Künste hinzu:
Laß schon die Alten geschnittene Steine in ge-färbtes Glas abdruckten, erhellet aus dem Plinius,
XXXVI. c. 2Ü und aus dem Seneca, Ich'lt.xc. und Mariette (Hsitv tlk5 plärre« Ar»vve«,l.
G. YZ I will sogar, daß sie deren in Glas geschnit-ten haben. Auch sind von jenen Pasten viele ausuns gek-innren. In den neuern Zeiten ist- ebendiesem Schriftsteller zu Folge t.a. a. O-) ein May-läudischer Mahler, Franc Vicecomite, gegenEnde de§ rztcrr Jahrhunderts, einer der "sten gWesen, welcher Graspasten verfertigt hat.