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Fall muß man einen neuen Auftrag wie die vori-gen geben.
Nachher überfährt man die Farben mit deinFinger, zede nach ihrer Richtung, um den feinenStaub wegzunehmen, der sich etwa von dem Grundeabgelöset hat.
Diese Methode zu fixiren ist sehr einfach, sicher undleicht; die Veränderung, welche die Farben dadurcherleiden, «„merklich, und die Festigkeit so groß, daßman das Gemählde abwischen kann, ohne den Far-ben zu schaden. Der Leim gibt dem Papier Stärke,so daß man es an die Wand heften, und auf Lein-wand leimen kann, und zwar lei-iveec als das ge-wöhnliche Papier. Durch den Weinessig werden dieMotten abgehalten, welche die Pastellfarben sonstverderben.
Man kann auch das Papier vorher auf Lein-wand leimen, bevor es gemahlt wird, aber die Lein-wand muß klar sey», und das Leimen mit Stärkegeschehen. Die Farben werden übrigens wie obenfixier, nur nimmt man einen stärker« Pinsel, unddrückt stärker auf, damit der Liquor auf der andernSeite durchdringen kann. Das Trocknen erfordertmehr Zeit, aber die Wirkung ist dieselbe.
Bey der Anwendung der Pastellmahlereyauf die verschiedenen Gegenstände der Natur,hat man sich nach folgenden Regeln zu richten.
1. Man bediene sich dieser Art Mahlereyfast nur in Bildnissen, selten zu historischenStücken; bey den Landschaften und Blu-men fast gar nicht *).
2. Man wähle nicht allzu große noch allzukleine Pargamenttafeln. Wer die Gesich-ter nicht völlig in Lebensgröße machenwill, wird wohl thun, wenn er selbige auchniemahls kleiner als drey Zoll lang macht.
z. Die weiße Farbe des Pergament« ist diegeschickteste, den ersten Grund zu allenFarben abzugeben. In Ermangelung also
der
*) Die ersten Landschaften in Pastell sind von Alex Thei-le, der ic,85 m Erfurt gebore» war, und sich in Dresdenaufhielt, verfertigt worden.