Pftrd. 15
wißheit angeben, wiewohl es sehr glaublich ist,daß sie mit den mehrsten der übrigen Hausthierre aus Asien stammen, und sich von da mit denMenschen über die Erde verbreitet haben.
Weil heut zu Tage ganz Europa, in allenseinen Theilen bevölkert ist, so würde man da-selbst vergeblich ganz wilde Pferde suchen. Dieamerikanischen frey herumirrenden Pferde sind ei-gentlich zahme, von europäischer Abkunft. DieSpanier hakten sie dahin gebracht, und sie ha-ben sich dann in den ungeheuren Wüsten dieserunbewohnten und »»bevölkerten Lander vermehrt.In der neuen Welt gab es ehemahls gar keineThiere dieser Art. Äug dem Erstaunen undSchrecken der Einwohner von Mexico und Pe-ru, bey Erblicknng der Pferde und Reiter, könn»ten die Spanier den sichern Schluß ziehen,daß in diesen Himmelsstrichen die Pferde ganzunbekannte Geschöpfe wären. Sie ließen alsoeine große Menge dahin bringen, theils um sichderselben auf eine vorrhcilhafte Art zu bedienen,theils auch um die Vermehrung derselben in kä-sigen Gegenden zu befördern. Zn der lekten Ab*steht ertheilten sie vielen, sowohl auf verschiede-nen Inseln, als auf dem festen Lande, dieFreyheit, wodurch die Pferde sich daselbst, wieandre wilde Thiere, vermehret haben.
„Seit der Entdeckung des neuen Conti-nentS, sagt Herr von Humboldt ^ ist dieEbene dem Menschen bewohnbar geworden. Umdas Verkehr zwischen der Küste und der Gua-yana zu erleichtern, sind selbst hie und da Städ-te an den Steppenfiüssen erbauet. Fern von ih-nen
*) S. Ansichten der Natur, mit wissenschaftlichen Erläute-rungen vonAIrxanker von Humboldt Erster Band,Tübingen in der Lvtta>che» Buchhanklung- »gor-