Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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16 Pferd.

neu hat überall Viehzucht in dem unermeßlichenRaume begonnen. Tagereisen von einander ent-fernt liegen einzelne, mit Rindsfellen gedeckte,mit Riemen zusammen geflochtene Hütten. Zahl«lose Scharen verwilderter Stiere, Pferde undMaulesel schwärmen dazwischen umher. Ja dieungeheure Vermehrung dieser Thiere der altenWelt ist um so bewundernswürdiger, je man,nigfaltiger die Gefahren sind, mir denen sie indiesem Erdstriche zu kämpfen haben."

„ Wenn unter dem senkrechten Strahl dernie bewölkten Sonne die verkohlte Grasdecke inStaub zerfallen ist, klafft der erhärtete Bodenauf, als wäre er von mächtigen Erdstößen er«schättert. Berühren ihn dann entgegengesetzteLufcströme, und pflanzt sich durch Gegenstoßdie kreiselnde Bewegung fort, so gewährt dieSteppe einen seltsamen Anblick. Als lrichter«förmige Wolken, deren Spitzen an der Erdehingleiten, steigt der Sand dampfa'trig durch dieluftdünne, vielleicht elektrisch geladene, Mitte desWirbels empor — gleich den rauschenden Was-serhosen, die der erfahrne Schiffer fürchtet. Eintrübes strohfarbiges Halblicht wirft die nunscheinbar niedrige Himmelsdecke auf die verödeteFlur. Der Horizont tritt plötzlich näher. Erverengt die Steppe, wie das Gemüth des Wan-derers. Die heiße staubige Erde, die im nebel-artig verschleierten Dunstkreise schwebt, vermehrtdie erstickende Luftwärme. Statt Kühlung führtder Ostwind neue Gluth herbey, wenn er überden langerhitzten Boden hinweht."

„Auch verschwinden allmählig die Lachen,welche die gelbgebleichte Fächerpalme vor derVerdünstung schützte. Wie im eisigen Nordendie Thiere vor Kälte erstarren, so schlummert

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