Pferd. 45
Die Pferde, die aus Indien stammen, sindvon keiner sonderlichen Güte *). Die Großendes Landes bedienen sich lauter am länoiläwr. dieaus Persien und Arabien dahin gebracht wer-den. Des Tages über gibt man ihnen ein we-nig Heu und Abends werden für sie, statt desHafers oder Gerste, Erbsen mit Zucker undButter abgekochet. Hierdurch werden sie gut ge-nähret und bey guten Kräften erhalten. Ohnedieselben würden sie sehr bald ausgehen, weil ih-nen der Himmelsstrich ganz zuwider ist. Dieeinheimischen Pferde sind sehr ksiin. T-averni-et erzählet sogar, das ein junger sieben- oderachtjähriger Prinz des Moguls gemeiniglich einkleines wohlgebautes Pferd reite, welches nichtviel größer, als ein guter Windhund wäre **).D»c allzu heißen Himmelsstriche scheinen denPferden überhaupt sehr ungünstig zu seyn. Aufder Goldküste, auf der Küste von Zuda, Gui-nea u. s. w. fallen sie ungemein fchlecht aus.Kopf und Hals traget» sie daselbst ganz rief,wie die indischen, und haben einen so schwan-kenden Gang, daß man fürchten muß, sie alleAugenblicke über den Haufen fallen zu sehen.Sie würden sich nicht von der Stelle bewegen,wem» man sie nicht unaufhörlich mit Schlägenermimterte. Außerdem sind auch die meisten soniedrig, daß die Füße ihrer Reiter fast »mmeran der Erde Wegstreifen Ferner sind sie
ungelehrig, und fast weiter zu nichts nütze, alszu einer Speise der Neger, welchen ihr Fleisch
S ^ Lvritl-xe l. e — v o,i r, L p,r.
l6ä7- k' 226 UNd «te Vo^. cim I^i ä I'Llü-
cle »L Lompsguis cle, i,iü>-«. ämlt. 1702. 't.IV. v. 4^4- ^
»»-) S. Vo)uges lle Mruernier. t°vm III. p. ZZH-S. ÜUioilv äs! Vo/Lxri. L^oni. tV, t>. 22g.