Pferd. 71
in kurzer Zeit verwelkt und dessen Grundzügesogar in wenig Jahren ganz entstellt werdenkönnen. Mit Z und 4 Jahren glaubt man inden» Hollsteinischen Pferde ein Ideal zu sehen,nach welchem man die Schönheit anderer Prer«
' de beurtheilen könnte; und nach 9 und ro Jah-ren hat man einen Inbegriff aller Fehler anihm, nach welchem man die Mangel dieserThiergattung praktisch studieren kann. Selbstdie bessern Raßearten dieser Pferde sind vomFlachhuf nicht ausgenommen, und auch in die-sen schlummert Anlage zu Dummkoller, Stoll-beulen, Piphaken, Spar, Mauke, Gallen undeiner Menge Krankheiten, die diese Pferde sonachteilig auszeichnen."
„Wahrscheinlich hat an allen diesen Man«geln das Klima, das Futter und der fruchtbareBoden dieses Landes die größte Schuld; weni-ger vielleicht die Paarung, Wartung und Zucht.Denn so werden z. B. in einem Lande, wieH ollstem ist, nie Pferde mit festen und gesun-den Hufen gezogen werden können, da der feuch-te, sumpfige Boden das Wachsthum der Hufewidernatürlich beschleuniget, ihre Form vergrö-ßert, und die ganze Textur dieser hornichtenMasse weich und schwammig macht."
„Eben so begünstiget der Genus; der- mitso vielem Wasser geschwängerten Pflanzen dieAufblähung der Fleischfasern macht ihre ? xturweich und nachgebend, und legt dadurch denGrund zu alle den Krankheiten und Gebrechen,die aus asthenischem Zustande des Körpers ent-stehen. Stoilbeulen, Piphaken, Gallen, Mauke,Strahlgeschwür, sogenannter feuchter Spat undmehrere dieser chronischen Uebel, die diese RaßebestmicMer charakterifiren als alle gebrannte
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