Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Dressur der letzten, zwar nach den allgemeinenGrundsätzen der höhere, Reitkunst, jedoch mitso vielen Abweichungen von der Bearbeitung desdeutschen Pferdes betrieben werden muß, w,e ichschon an mehrern Stellen meiner Schriften er»innert habe."

„Das lebhafte Temperament, welches ge-wöhnlich dem Hollstcinischen Pferde eigen ist, er-laubt ihm nicht statisch zu seyn, um so eher abergibt es ihm eine Neigung zum Durchgehen, ei-nem Fehler, den man nebst dem Steigen mitam häufigsten bey dieser Pferdegattung findet."

„Vorzüglich find die Hollsteiiüschen Pferdeunruhig in Reih' und Glied, können das Kom-mandowort zur Schwenkung, zu Frontmärschenund zur Attake kaum erwarten, und drängen,durch die Schenkel des Reiters aufmerksam ge-macht, nicht selten das ganze Glied aus demAlignement, oder steigen, vorzüglich die Flügel-pferde, vor der Schwenkung von der Faust desReiters etwas harr verhalten, gerade in dieHöhe."

„Das Hollsteinische Pferd behält keine Res-sourcen seiner Kräfte zurück, bietet sie gleich beydem ersten Anlauf bis zur Unze auf, und daes deren übcrhauvt nicht allzu viele besitzt, so wirdes von andern Pferdegarcungen, vorzüglich vondem Pchlen, der die meiste Zurückhaltung seinerKräfte besitzt, sehr bald an Ausdauer übertref-fen. Diese Beobachtung läßt sich am besten beyeiner Arrake machen, welche ein mir Hollsteini-schen und ein mit Pohlnischcn Pferden berittneSRegiment vereinigt unternehmen. Die erstenhundert Schritt ist das Hollsteinische beritteneRegiment dem Pohlnischen weit vor; wird aberdie Attake weiter fortgesetzt, dauert sie mit der

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