Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 91

beobachten, wenn er nicht von ihnen gehauen,wozu sie besonders geneigt sind, an die Wandgedrängt, oder gar aus ihrem Stande herausge-schmissen seyn will; so wie sie überhaupt dendiesem Prozeß mit einer Delikatesse behandeltseyn wollen, die Unerfahrnen unglaublich scheinenwird. Denn wenn man z. B. bey einigen die-ser Pferde den Sattel nur um ein Loch festerals gewöhnlich schnallt, das Hinter» ober Vor-derzeug nur um einen Zoll kürzer als jemahlsanzieht; die Kinnkette nur um ein Glied schar-fer als andere Mahle einlegt: so ist man auchbey dem übrigens schon völlig thätig gerittenen,aber sensiblen Pohle'n in Gefahr, daß er so zubock-en anfängt, bis er Reiter und Sattel, durchden er die mchrsten Mahle hindurch bockt, dasheißt, die Vorderschenkel und den Hais so ver-einigt, daß er durch eine einzige prallende Be-wegung des Hincerthcils den Sattel vorne her»abstreift, von sich entfernt hat.

Genug alle diese Fehler, die jedem PohlenUnter modlficirten Gestalten eigen sind, und diesich durch eine gute Behandlung des Wärcerözwar verbessern, aber nie sich gänzlich verwischenlassen, machen dieß. Pferd für einen Privatmannnicht brauchbar, vorzüglich für einen furchtsa-men Reiter, der selten in der. Stall und dieWoche hindurch vielleicht nur einige Mahl aufsPferd kommt, und der nicht in dem Verhältnißist, daß ihn sein Pferdewärler bey jedem seinerRitte begleiten kann.

Der Pohle verlangt immer, wenn auch kei-nen so wissenschaftlichen, doch einen beherztenunerschrockncn Reiter, wenn er nicht Unartenunternehmen soll, wozu er natürliche Anlage' zuhaben scheint. So ist j. B. der Pohle sehr ge.

neigt,