Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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92 Pferd.

neigt, statisch z>, werden, von andern Pferden,vorzüglich von Pferden von seinem Blute, vonseu'.er Raste nicht gern abzugehen. - Ferner ver-gißt auch der älteste Pohle, vorzüglich wenn erLurch einige Tage Ruhe, Muße genug zurRück-erinncrung und Kraft zur Unternehmung erhal-ten hac. seine alten Mittel, sich wieder in Frey,hcit zu sehen, und sich unsrer Sclaverey zuentziehen, seine Bocksprünge nicht, da er weist,mir welchem Glück er sie bey seiner ersten Be-zähmung zu der Entfernung seines Reiters an-wandte. Wenigstens will er bey dem ersten An-reiten nach einigen Tagen Erhohlung im Stallmit so vieler Ruhe und Gelassenheit behandeltseyn, daß ihn oft die geringste Anlehnung desSchenkels oder ein einziger unsanfter Anzug derZügel zu seinen Bocksprüngen verleiten kann.

Genug, alles dieß macht den Podien zukeinem brauchbaren Pferde für einen Reiter,dessen Geschäft es übrigens nicht ist, Psiroe fürsline Mitbürger zum Nettdienst abzurichten, undden weder Leidenschaft noch Jugend Vergnügenan dem Umgang eines Thieres finden lassen, beywelchem er Gesundheit und Leben verlieren kann.

Allein so wenig brauchbar auch der Pohlefür einen Privatmann ist, so vielen Werth hater jedoch als Sdldatenpferd; selbst seine ange-bohrnen Untugenden kommen ihm hier zu Stät-ten; wenigstens ist es gewiß, daß sie bey dieserDlcnstausübung nie die geringsten nachcheiligcnFolgen haben.

Der Soldat, der Wärter und Reiter sei-nes Pferdes zugleich ist, ist alle den unange-nehmen Verhältnissen nicht ausgesetzt, in welchesich der Privatmann mit seinem menschenscheuenPohleN/ den er ohne Furcht keinem Fremden

anver-