Pferd.
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selben aus. Im Frühjahre werden die Pferde indie unabsehbaren Weiden getrieben, wo man siezu lausenden kaufen kann. Von diesen Pferdenkauften ehemahls die Ocsterreichec und Preus-sen, mit Kayserlicher Erlaubniß, eine großeMenge für ihre leichte Reiterey auf. Diese Ra-ße von Pferden ist ganz vortrefflich für dieleichte Reitercy. Der Schlag ist nicht sehr groß,und von einer besondern Leichtigkeit, sie werdenvortrefflich, wenn man sie das fünfte Jahr er-reichen läßt. Eine unbeschreibliche Wildheit,Scheuigkeit, Bosheit und Furcht vor Menschenist ihnen von Natur eigen, und nur durch vie-le Mühe, gute Behandlung und Zeit verlierensie solche. Selbst der tägliche Umgang, da dieKalmuken ihre Pferde melken und aus der Milchallerley Getränke bereiten, macht sie nicht weni-ger scheu vor Menschen. Diese Pferde habeneine erhabene Stirn, und öfters Rammsköpfe.Sie haben gut zugeschnittene Ohren, Rehhalse,meist abhängende Kreuze, und die meisten her,vorstehende Hüften, aber schöne und feine Bei-ne, kurz und wenig behängte Fesseln, und einxnniedrigen runden guten Huf. Schimmel, Sehet-ken, Braune und Füchse sind die Hauptfarben,Rappen findet man höchst selten unter ihnen.Die Kalmuken, ein abergläubisches Volk, weihenoft ein Pferd ihrem Gott oder Heiligen, vor-züglich dem Nicolaus. Dieses bleibt, so lange eslebt, im Gestüte, und wird nach dem Tode zer-legt und unter Freunde und Verwandten ver-theilt, welche es als ein heiliges Fleisch mit gro-sser Eßlust zu sich nehmen.
Das Donische Pferd, Fig. 6424, ist starkund dauerhaft. Die Ganaschcn sind stark, derKopf aber ist etwas Rammökopf. Hals und Kopf
ist