Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. H9

Man rath dagegen eine Operation an, diedarin besteht, daß die Aushebemuskeln durch-schnitten und hierauf ein breites Blech zwischendie Ohren gelegt wird. wodurch sie bis zur völ-ligen Heilung aus einander gehalten werden.

weit in den Obren, und wenn dieserUebelstand sehr beträchtlich ist. Hang- oderScholohren genannt, machen eine den Hasen-ohren gerade entgegengesetzte Häßlichkeit aus. Siestehen zu niedrig am Kopfe und hangen mit ih-ren Spitzen zu sehr hinunter.

Diesen Ucbelstand suchen Roßkämme da-durch zu verbergen, daß sie den Pferden den' Stirnriemen hoch hinausschieben und auf dieseWeise die schlaffen Ohren unterstützen. Auchbemühen sie sich, solche durch folgende Operation,die das Ohrenaufseyen genannt wird, zu ver-bessern. Sie schneiden ober» auf dem Kopfe anjeder Seite ein Stück vom Aufhebemuskel (esist der nähmliche wie bey den Hasenohren) her-aus, und heften ihn alsdann entweder zusam-men, oder sie bewirken die Zusammenfügung derWunde mit Hülfe eines zugespitzten durch beydeOhren gestochenen metallenen Drahtes, mit wel-chem die Ohren zusammen gezogen werden, undder hierauf an beyden Enden umgebogen bis zurHeilung stecken bleibt. '

Sowohl durch diese als durch die andernerwähnten zur Verschönerung der Ohren ab-zwickenden Operationen wird die vorgesetzte Abcsicht nur auf eine unvollkommnc Weise erreicht.Die sichtbaren Folgen derselben sind jedem Ken-ner fast eben so mißfällig, als der Uebelstandder Ohren, wogegen sie gemacht werden.

Bey Füllen und jungen schlaffen Pferdenverbessert sich die Richtung der Ohren mit ihrer

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