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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Zunahme an Lebhaftigkeit und Kräften. Eskann in solchen fallen allein eine auf Uebungunv Erfahrung sich qründende Beurtheilung er-mäßigen, in welchem Grade sich die üble Stel,lung verbessern werde.

Da gut gebildete und gehörig gerichtete Oh-ren einem Pferde zur vorzüglichen Zierde gerei-chen; so hat nian bey denen, die zur Fortpflan-zung dienen sollen, um so Mehr Ursache daraufRücksicht zu nehmen, da die Erfahrung lehrt,daß sich der Bau der Ohren, so wie auch ihreStellung, in den meisten Fällen auf die Nach-kommen fortpflanzt.

Den Kriegs- und überhaupt allen Pferden,die ohne Rücksicht auf Witterung unter freyemHimmel stehen und arbeiten müssen, sollten nie diekurzen weichen Haare, die in dem JnnerndeöOhrswachsen, weggeputzt werden. Die Natur hat siediesen Theilen zum Schutze gegeben, um sowohldie Eindrücke einer rauhen Witterung zu mäßi-gen, als auch das Eindringen der Jnsecten, undüberhaupt aller fremden Körper, zu verhindern.Zn dieser Hinsicht ist es auch sehr zu widerra-then, den Pferden die Ohren zu stutzen.

Die innere Seite des Ohrs wird in selte-nen Fällen von einer beträchtlichen Geschwulstbefallen, die äußerst viele Schmerzen verursacht,und worin sich eine scharfe wässerige Materie er-zeugt. Pferde, die an solchem Uebel leiden, pfle-gen beständig den Kopf auf die eine Seite zuhängen. Auch finden sich zu Zeiten Fisteln un-ten an den Rändern des Ohrs, die zwar nichtleicht zu heilen, aber für die Pferde von weiter kei-nen Übeln Folgen sind, als daß sie das freye Spieldes schadhaften Ohrs verhindern und veranlassen,daß sie solches etwas steif zu halten pflegen.

Endlich