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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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nur kurze Wurzeln und keinen Gegendruck ha,hen, lo fallen sie frühzeitig aus. so, daß mansie nach acht Jahren nicht mehr zu finden pflegt.Ihre Gegenwart ist völlig gleichgültig, und eöist, lediglich Vorurtheil, zu glauben, daß sie den. Pferden am Fressen hinderlich wären und des-wegen ausgeschlagen werden müßten.

Da es zu Zeiten der Fall ist, daß die Pfer-dezahne im Vorocrmaule bey ihrem Ausbrucheeine schiefe Richtung nehmen und einwärts aus»brechen, und daher die Milchzähne, deren Lückensie ausfüllen sollten, nicht fortstoßen, sondernhinter ihnen hervorwachsen; so entsteht dahereine doppelte Reihe von Zähnen. Auch geschiehtes bisweilen, daß die Pferdeeckzahne neben denMilcheckzähnen ausbrechen, und diese daher inder Reihe zwischen den Mittel, und Eckzähnenstecken bleiben, dergestalt, daß ein solches Pferdacht Schneidezähne in einem Kinnbacken hat.Dieses sind Abweichungen von dem gewöhnlichenNaturgange, wodurch das Gebiß zwar entstelltwird, indessen doch nicht leicht nachtheilige Fol-gen im Fressen davon entstehen.

Es ist daher in obiger Rücksicht der Vor-sicht gemäß, Laß den Füllen in der Zeit, wenndas Zahnwechseln vor sich geht. zu Zeiten dasMaul untersucht und nachgesehen werde, ob diejungen Zahne in natürlicher Richtung hervor-kommen. Auch bey dem Wechseln der Backen-zähne ereignet es sich bisweilen, daß die Fülleneinige Beschwerde im Fressen äußern, die, wennzum Ausfallen sich bereits lösende MilchzähneSchuld daran sind, sogleich dadurch aus demWege geschafft wird, daß man die hervorstehen-den und losen Milchbackenzähne herausnimmt.