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Die Ursache, warum die Natur die Milch-zähne ,i,cht so groß und dauerhaft gem -cht hat,daß sie die Lebenszeit des Thieres aushalten, son>der» durch andere ersetzt werden müssen, laßtsich aus der Namrgesichichle der Zahne hinrei-chend erklären. Es verhalt sich mit dem Wachs-thum bey ihnen nicht so wie bey den andernKnochen, (die Gehörbeine auSgenommei.') daßsie erst in der Zeit ihre völlige Größe erlangen,wenn das Pferd ausgewachsen ist; sondern eSsind sowohl die Milch- als auch die Prerdezähnealödenn am größten, wenn sie noch nicht langedurchgebrochen si v. Nach dieser Zeit nehmen siein eben dem Maße an Länge ab, als ihre Ober-fläche abgerieben wtrd. Nach dem äußern Anse-hen sollte man glauben, daß die Zähne, da sienach und nach weiter aus dem Zahnst ische her-vorkommen, rn ihrer eigentlichen Lange zunehmen;altem hier trügt der Schein. Die Zähne kom-men mit ihren Wurzel» aus den Zahnhöhlenheraus, dergestalt, daß man bey alten Thierendie Zahnwurzeln nur in geringer Tiefe in dieZahnhöhlen eingesenkt findet, daher sie denn wak-keln und in Hohem Alter ganz ausfallen. Mankann sich von der Wahrheit dieser Thatsachedurch genaue Begleichung der aus den Kinn-backen eines jungen und eines alten Pferdes ge-brochenen Zähne vollkommen überzeugen. DieSchneide- und Backenzähne von einem jungenPserve findet man länget und an ihren Wnr»-e>n geöffnet, die von alten Pferden aber kürzer,Und ihre Wurzeln abgezehrt und verschlossen.
Nach fünf Zähren läßt sich das Alter deSPferdes am besten und sichersten an den Kun-den der Eckzähne und an der Beschaffenheit dersämmtlichen Schneide- UND Hakenzahne erkennen.
Vec. rechn. Lnc. (tX. Th.
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