Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. 20 z

Schenkel steif, durch die Verknöcherung derKnorpel unbewegsam, und in seiner freyen Be«wegung gehindert, so, daß der Gang des Thie-res eng, wenig räumend, lind wie gespannt wird.Nur durch die Wärme, Bewegung und Reibungder Grundtheilchen an einander, durch die ver-mehrte Transpiration erhält er wieder einige Be-wegsamkcit, daher der etwas freyere Gang frei«fer Pferde» wenn sie einige Zeit geritten sind. —Pferdehändler benähen diese natürliche Folge derthierischen Organisation, und reiten ihre altenzu viel gebrauchten Pferde erstlich warm, ehe sieder Käufer mustert.

vm. Bon dem Kegel.

Der längste unter den Knochen, von wel-chen die Vorderschenkel zusammengesetzt sind, istder Kcgelknochcn, oder Arm genannt. Er gehörtunter die Zahl der cylindrischen Knochen, undverbindet sich oben mit dem untern Ende desO.uerbeiiis, und unten mit der ersten Reihe derKnieknochen. Rückwärts ragt ein beträchtlicherFortsatz in die Höhe, der unter dem Nahmendes Ellenbogens bekannt ist. Von der Richtungdes lehcern hängt die Breite ab, die der Kegelan seinem oberen Theile har. Je mehr er sichnach rückwärts beug», desto breiter wird der Ke-gel, und je breiter er ist, desto schöner ist er.Eben so nothwendig wird der Ellenbogen selbst.Ohne sich Daseyn würde jeder Tritt des Schen-kels unsicher seyn, weil die Bewegung des Ke-gels so weit vor- als rückwärts starr fände. Jemehr der Ellenbogen hervorstehet, um so mehrwird die Hebelkraft vermehrt, und die Wirkungder Muskeln erhöht; übrigens muß er sich >m