Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
Seite
204
JPEG-Download
 

204 Pferd.

richtigen Abstände den der Brust befinden, wenndas Au.rc mehr beleidiget, und die freye, reget«mäßige Bewegung des Schenkels nicht unterbro-chen werden soll.

In Hinsicht seiner Länge muß der Arm imguten Ebenmaß zum Ganzen stehen, senkrechthinabsteigen breit seyn, u:v mit starken festengleich Stahlfeder,, ähnlichen Muskeln, die durchkennbare Veruefung n von einander geschiedensind, versehen seyn.

Alle cngifche, oder von dieser Raße ab-stammende Pferde haben lange Arme: ein spezi-fisches Kennzeichen, das sie ihre Abstammungnicht virlänglien läßt. Man behauptet, daß allePferde im. .i sem Gebäude zwar keine so erha-bene und schöne Bewegung des Schenkels, aberum so mehr Dauer und Aushaltung in Stra-pazen und Arbeit hätten, — eine Beobachtung, diezu dem Grundsatz führte: Pferde mit langenArmen zu Kamp-igne- und Arbeitspferden, diehingegen mit kurzen Armen für die Reitbahnzu Schulpferden, oder für die Pracht zu bestim-men. Indessen scheint die Erfahrung diese Be-hauptung nicht bestätigen zu wollen, da man vieledau.rhafie Pferde aufstellen kann, die dessen un-geachtet mir kurzen Armen versehen sind.

An allen Pferden, zu welchem Gebrauche sieauch bestimmt sind, muß der Arm seine angemes-sene Stärke haben; diese Stärke gründet sichjedoch nicht auf die Dicke und Mehrheit deSFleisches, sondern auf die Stärke, Festigkeit, undElasticität der Muskeln: denn ein zu fleischiger,dicker und runder Arm ist nicht nur häßlich,sondern verräth auch mehr Schwäche als Kraft-äußerung.