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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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216 Pferd.

XI. Bon den Flechsen des Schienbeins *).

Die Flechse oder Sehne, welche rückwärtsam Schienbein herablöuft, und den HinternTheil desselben ausmacht, entspringet von denBeugemuskeln des Hufs.

Ihr Wesen bestehet aus dichten, zähen,elastischen Fasern, die Fortsätze von den Mus-kelfasern sind. Zhr Bau ist entweder rund oderbreit. In beyden Fallen kann die Flechse schönund gut seyn, doch gestehet man der letztemden Vorzug zu, weil alle Pferde von feinerMaße damit bezeichnet sind.

Uebrigens ist die Flechse schön, wenn sie ih-re gehörige Länge hat, nicht zu nahe und festan das Schienbein angeheftet ist, wenn sie starkund breit in ihrem Umfange, wenn sie sich un-ten spaltet, und wie eine Verdoppelung empor«steiget, als bestände sie aus einer doppeltenFlechse. Je weiter dieser Spalt ist, desto schönerist die Flechse, desto stärker die Muskeln qm Ke-gel, desto leichter die mechanische Bewegung derHebelkraft, und desto kräftiger der ganze Schen-kel selbst.

Uebel gebaut ist die Flechse, wenn sie zufest an das Schienbein angedrechselt, oder wieangebunden ist: und mangelhaft, wenn sie ge-schwollen, schmerzhaft oder verhärtet, oder mit- Knoten versehen ist, die der Hand entgleiten,wenn man an der Sehne herabsähet.

Unter diese Gebrechen der Flechse gehöretder Sehncnklapp. Er bestehet in einer schmerz-haften Geschwulst, die gewöhnlich durch einemehrentheils beym Laufen oder Springen ver-anlaßte widernatürliche Ausdehnung dieser Seh-ne

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