Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

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Bey dem Galopp machen die Vorderfüßeeigentlich keine eigenthümliche Bewegung aus,sondern sie werden vielmehr durch die Schnell»kraft der Hintern Kniebengungen und der Han-ken fortbewegt, weil aber selbige dennoch die Er-de verlassen, und wieder niedersetzen, so bemerktman bey diesem Gange dennoch Z Zeitpunkte.

Dieser Gang besteht also i) in einer Rei-> He von Sprüngen, das ist, auf einander folgen-der Sprünge, welche 2) nicht unterbrochen wer-den sollen.

Es darf also nicht auf einen Sprung einanderer Gang, und wieder ein Sprung u. s. w.folgen, sondern das Pferd muß mit diesen Sprün-gen fortfahren, bis es überhaupt diesen Gang zuverändern angewiesen wird. Diese Sprünge,nähmlich ein jeder Sprung ist z) nach dreyZeitpunkten abgemessen. Wenn sich ein Pferd indiese springende Bewegung setzt, stammt eS deneinen Hinterfuß auf die Erde, welches der ersteZeitpunkt ist, und gleich darauf erheben sich derandere Hinterfuß nebst dem ihm entgegen gesetz-ten Vorderfuße, welchem unmittelbar der andereVorderfuß folgt, dergestalt, daß die Erhebungdieser drey Füße, wie zugleich geschehen, sich un-serm Auge darstellt. Die beyden einander gegen-über befindlichen Füße, welche sich nach dem ste-henden zugleich aufgehoben haben, fallen auch zu-gleich nieder, dergestalt, daß der Hinterfuß eine»Vorsprung vor dem bekömmt, der zuerst auf dieErde gestammt war, welches den andern Zeitpunktausmacht. Gleich darauf fallt nun auch der an»dere Vorderfuß nieder, welcher ebenmäßig einenVorsprung vor dem zuerst niedergesetzten Vor-derfuße erhält. Hieraus folgt, daß beyde Füßeauf einer Seite vor dem auf d-r andern Seite