Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd. Ziy

nichts davon, ob der Roh daselbst eben so häu-fig, als in kalten Himmelsstrichen, vorkomme.Man kann daher vielleicht mit Recht muthma-ßcn, daß die Kalte des Wassers eine von denvorzüglichsten Ursachen dieser ^Krankheit sey, weildiese Thiere beum Saufen die Nase ins Was-ser stecken und ihre Nasenlöcher lange darin las,sen müssen. Diesem Uebel würde man also vor«bauen, wenn man ihnen niemahls kaltes Was-ser zu saufen gäbe und ihnen, wenn sie gesoffenhaben, die Nasenlöcher wohl abtrocknete. Weildie Esel die Kälte weit mehr, als die Pferdescheuen, haben sie, ob sie gleich, in Ansehungdes innern Baues ungemein sehr mit ihnenüberein kommen, dennoch bey weitem nicht einenso großen Hang zum Rohe; vielleicht bloß dar-um, weil sie anders saufen, als die Pferde;denn sie pflegen weder das Maul, noch die Na-se lief ins Master zu tauchen, sondern dasselbesäst bloß mit den Lefzen zu berühren.

Zu den übrigen besonderen Eigenheiteneines Pferdes gehört unter anderen noch:

Daß es sich nicht erbrechen kann.

Daß das Pferd an den vier Hufen kannbeschlagen werden, und gleichsam mit eisernenSchuhen gehe *).

Daß das Pferd durch Sattel, Zaum, Ge-biß, und Sporen gezwungen, und durch ande-res Geschirr zu allen Arten von Arbeit gebrauchtwerden kann.

Daß es im Finstern sehen, und den Wegsehr gut wiederfinden kann.

») Die Alten kannten keine Hufeisen. Nach MoNtfaconhat man davon keine ältere Mchricht, als von, Jahreaus welcher Zeit noch das Hufeisen von Lhilde,rich's Pferde erhallen werden. S. v«r»^L>-r uuimy<>lt vl t,vrlcil>ckl,»tuji. LL«. Vv!> l.