Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Daß es sehr gesellig ist, und ein gutes Ge»dachtniß Hot, auch seinen Herrn, und die Thie-re, die mir ihm umgehen, Hunde, Ziegenböcke,und Kameraden sehr guc kennt.

Ern rasches, munteres Pferd hat die Ge-wohnheit, wenn es frißt, mit dem Vorderfußeso stark niederzustampfen, daß die Erde schüt-ten. Es ist ein Zeichen der Behaglichkeit.

Das Pferd hat, wie man zu sagen pflegt:seine eigenen drucken, die ihm schwer abzuge-wöhnen sind, wenn es im Anfange versehenwird. Dahin gehört die t^rärigkeir, daß esdurch nichts von der Stelle zu bringen ist,wenn es fortgehen soll; aber willig ist, wennes nach der Krippe oder nach Hanse geht. Fer-ner das Hauen mit den Vvrderfüßen, das Aus-schlagcn, womit sie sich gegen alles wehren;und das Bäumen und Uebcrschlagen. Znglei-chen das Beißen, welches gefährliche Folg*-'"hat.

Diese Fehler aber sind gegen die reicheZahl der Tugenden und guten Eigenschaften derPferde nur sehr wenige.

Das Zusammenschauern und Zittern mitdem ganzen Körper und der Haut, wenn ihmdas schwere Geschirr abgenommen wird, o^crwenn es sich der Stechfliegen erwehrt, oderwenn man eine gedrückte Stelle berührt.

Wenn es abgesattelt, oder abgeschirrt, undvoll Schweiß ist: so pflegt sichs gern auf demMiste oder aus seinem Lager zu wälzen.

Endlich gehört auch noch zu den Eigenheuten des Pferdes: daß es nicht lange krank ist.Wird es den dritten Tag nicht besser, wc»udie Krankheit innerlich ist: so fallt es gemcinig«