Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Z22 Pferd.

Mauls oder um die Schönheit ihrer Leibesge-sialt bekümmert.

Zur Abrichtung für die Reitschulen oderfür den Rricg werden lauter schöne, leichte undmuntre Pferde gewählet, die Feuer nnd Lebhaf-tigkeit besitzen. Ihr Maul muß zu dieser Ab-sicht so gut, ihre Bewegungen aber müssen sogelinde, als möglich seyn. Es gehört überdieß«in lebhafter Schritt und verkürzter Galcp, guteNieren und Kniekehlen zu einem Pferde dieserArt.

Von Rriegespferden für Ofsiciere ver-langt man, daß sie empfindlich, biegsam, geschickt,muthig nnd leicht sind. Allzu zärtliche, schöne,oder zu hitzige Pferde dürfen hierzu nicht aus-gesucht werden.

Zu einem ordentlichen Reitpferde ist esgenug» wenn es stammhaft und stark ist, einenleichten Trab geht, gute Knie und ein festesMaul hat.

Bey Pferden, die zur Pracht gehaltenwerden, sieht man hauptsächlich aufbin schö-nes äußeres Ansehen. Ihre vornehmsten Eigen-schaften also sind Schönheit der Farbe, der Ge-stalt, der Mähne und des Schweifes. Dazugehört noch eine gewisse Art der Unruhe unvdes Stolzes, ein gutes schäumendes Maul und«in beständiges Kauen am Gebisse. Die wü-thigsten und stolzesten Pferde (pissiferurs) sind,in dem Falle, wo es nur auf ein äußerliches fal-sches Ansehen ankommt, allemahl die besten.

Ein Reitpferd zum Vergnügen darf nurvon mittelmäßiger Größe, eher klein, als grollseyn, weil ihre Bewegungen nicht so ermüdendsind, als die Bewegungen eines großen Pferoes.Friedfertigkeit und ein guter Schritt müssen «hw

nicht