Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Die erstern finden eben so vielen Geschmack dar«a>>, als an ihrem Hundefleische, und die Araberpflegen aus dem Fleische junger Pferde vorzüg-liche Leckerbissen zuzubereiten. In Siberienhaben die sogenannten Brakski eine besondereGewohnheit, Pferde zu weiden. Man führt einsolches Pferd vor den Priester, welcher erst ei-nige Worte sagt, hernach aber demselben einengelinden Schlag mit der Hand gibt, worauf esderjenige laufen laßt, weicher cö an der Handhielt. Ein auf solche Art geweihetes Pferd wirdniemahls beritten oder sonst zu einer Arbeit ge-braucht. Wenn der Bescher davon stirbt, wirdes ihm geopfert, seine Knochen werden auf des-sen Grab gelegt, das Fleisch aber wird von denPriestern verzehrt *). Die Kalmücken machensehr viel aus dem Pferdefleische; sie legen es abernicht unter, sondern hinter den Sattel, damitste, wahrend des Reitens hinter sich greifen undnach Gefallen etwas davon abschneiden können.Wenn sie es recht feyerlich verzehren wollen,rösten sie es ein wenig an einem hölzernen Brat-spieße **). Bey den llöbeker Tartern ist eigent-lich nur der Pferdckopf eine Speise der Vor*nehmen» das übrige Fleisch gehört für den ge-meinen Mann ***). Ben den Tunquinescn istdas Pferde- und Hundefleisch weit mehr, alsanderes Fleisch geachtet *'***). Die Jakuten pfle-gen daö Fleisch sogar von verreckten Pferden,von Mausen und Mnrmelchicren, dem Ochst"*und Knhfleisch vorzuziehen f). Bey dem G"birge zwischen Peru und Eyili machten die

Spa-

S. de la Porte Reisen ic vn. Theil S. -44-") HannL». ,Neytr 1755. Pl'ys. ök. Ausr. M. p. aZ§.

"**) Anders«»'s Reise um oic Welt p. nZ«»") S Tavernier Reise» >>>. TI) p- »S und 7---f) Tmrlin. S. G-ttinz. Reise« re. V.LH. S- 4S>.