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Pferd.
Pfcrdemilch fast allein zum gemeinen *) Ge-tränke und zum Branutweinmachen, wovon derArt. NMcbbrannrwem, Th. 90, S. 595 st-nachzusehen lst. Von der zum Branntwein be-stimmten Milch wird kein Schmant abgenom-men, sondern von Zeit zu Zeit alles, mit einerArt von Butterstock wohl unter einander gerührt.'-E>ne auf diese und andere Weise gesäuertePferdemilch wird auf Kalmückisch Tschigan,auf Tartarisch Amnyß genannt, und zum Lheilals ein Getränk, theils zum Branntweinbren-nen verbraucht.
Die Uebertreibung des Branntweins bleibtganz allein den Weibern überlasten. Die eigent»liebeZurüsinng dabey ist von Pallas **) aus-fübrlich beschrieben und abgebildet. Die Kalmuk-fcn bezeugen, daß ihr Milchbranntwein in ge-ringer Menge nicht so hurtig rausche, als derrussische ***); wenn man ihn aber bis zurTrunkenheit genösse, bliebe man zwey Tage langna risch und brauche noch längere Zeit seinenRausch ganz auszuschlafen.
Das ungemein saure Ucberbleibsel derMilch, welches die Kalmücken Busah nennen,wird nicht verschleudert, sondern auf verschiedeneArt genutzt. Theils pflegen sie es, mit frischerMilch vermischt, sogleich zu verzehren, theilszum Bereiten der Schaf- und Lammerfelle z"brauchen. Im ersten Falle nennen sie das Ge-misch Schnmmpk und genießen es mit vielemAppetit.
Eben
*) Auch dey den kleine» Tartern oder Nogainen ist eö g"wohnlich S. TavernierS Reisen p. 147.
»*) i. «,r. S. ?r6 , -.K
L. Gilt. Sammt, von Reise», gr. S- '7?l. lV.
r. -7).