Pferd.
Z2Y
Eben dieses Ueberziehen der Pferdemilch,nach vorhergegangener Saurnng, ist auch beyden Tclevtischen Tartarn bey ver Slavt ?us-nehk, gebräuchlich *). Die Tartarn bewirthensich, bey großen Feycrlichkeiten, mit saurer Pfec-demilch. und wervcn davon so berauscht, alsanvere Volker von Bier, Wun und Brannt-wein **). Das vornehmste Getränk der großenHerrn bey den Mongolen ist Kosmos, oderAmmis, auch Aarakosmos oder schwarzerKosmos von Pferdcmilch. Man schlagt nährn,lich diese Milch in einem großen ledernen Sackmit einer Keule so lange, bis die gröbern Thei-le, wie Hefen von weißem Weine, untersinken,die klarern aber wie Molken, oben bleiben. DerBodensatz wird den Bedlenren gegeben, welchedavon überaus fest zu schlafen pflegen. DerTrank wird für höchst angenehm, zugleich aberauch für gesund ausgegeben. Der Fürst. Batu bekam täglich Karakosmos von drey tau-send Pferden, außer der läutern, weißen Milch,die leine Unterthanen ihm alle drey Tage drin»-en mußten *^*).
Bey den Alten wurden der Pferdemilch dieheilsamsten Wirkungen in der Epilepsie, widerdie Schwindsucht, Husten und Engbrüstigkeitbeygelegt ****). Das pfcrdemark haben einigewioer die rheumatischen Schmerzen angerathen.Ueberhaupr wurden vor Zeiten fast alle Safte,alle Theile, selbst die Unrcinigkeilen der Pferde,zu Heilyngsmikteln vorgeschlagen. Wer begierigist, den medicinischen Nutzen kennen zu lernen,
X 5
wel-
y <?-. Et. Reisen. IV. Th. p. ^
G Lei»i. a»gem Reisen, vn. »h „
Mater Lczicvn. Leirz. 17-i. §< 4^.