Pferd. zzl
was Kleyen, Abgang, Rockenspreu, allerhanddünnem Svülich u. s. w. vermischt wird. Diegegen das Gebirge wohnenden norwegischen Bau-ern füttern im Winter-ihre Kühe mit lauterPferdemist, welchen ste mit etwas Heu vermen-gen. Sie Verträgen es reckt gut, aber die Milchbekommt von dergleichen Fütterungen einen un-gewohnten widrigen Geschmack *).
Von den Künstlern und Handwerkern wer-den außerdem noch die Haare, die Hauc undHufe der Pferde verarbeitet. Aus den erstern,wenn sie aus den Mähnen oder dem Schweifegenommen werden, verfertigt man allerley Putz,Halsbänder, Armbänder, Haarbcutcl, Bogen zuInstrumenten, Ringe, Knopfe, Haarsiebe, Net-ze u. s. w. Die kurzen Haare der Haut ver-braucht man zu Hüten, zu Seilen, zu Ausstop-fung der Sattel, einiger Arten von Polster oderMüssen. der Stühle und anderer Meublen. DieHäute werden von den Sattlern und Riemernauf sehr dreifältige Weise zu Geschirr und Rie-menwerk verbraucht. Ben den Kalmücken, Mar-tern u. s. w. werden daraus viele Arren leder-ner Geschirre bereitet. Von den erstern erzähltHerr Professor Pa llaö **) folgende Art derZubereitung brauchbarer Pferdehäule. „Sie brü-hen . sagt er, diese Häute frisch mit siedendemWasser, bis die Haare ausgehen. Einige lassendie Felle in' Aicke liegen, um das Haar loszu-machen. In .'Mein Fall sowohl, als im andernwerven 6«? darauf an bendcn Seiten mit Mes-sen so chatt, als möglich ist, gekratzt,"und ineinem fließenden Wasser ganz rein gewaschen.Einige geben alsdann solchen Häuten dadurch
noch
') Eb-nd Tb 174z. p.
2" der angeführten Reise. :e. S. z-i.